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Kurze Beschreibung des Munizipiums


Das Munizipium Lugosch liegt im Tal der Temesch, 45145' nördlichen Breitegrades und 21' 54' östlichen Längekreis, 125 m über dem Meeresspiegel. Am rechten Temeschufer befindet sch seit dem Mittelalter der befestigte Stützpunkt Alt- oder Rumänisch-Lugosch und am linken Ufer das im 18. Jahrhundert angelegte Neu- oder Deutsch-Lugosch . Beide Marktgemeinden waren durch eine Holzbrücke über die Temesch miteinander verbunden.


Seit der ersten schriftlichen Erwähnung dieses Ortes im 14. Jahrhundert und bis heute trägt die Stadt an der Temesch denselben Namen: Lugosch (deutsch), Lugos (ungarisch) Lugoj (rumänisch).


Nach der Vertreibung der Türken und durch den Frieden zu Passarowitz im Jahre 1718 , wurde das Banat kaiserliches Gebiet. Eines der 13 Distriktverwaltungsämter, die im Banat errichtet wurden, hatte seinen Sitz in Lugosch. Als 1778 das Banat an Ungarn fiel , entstanden an Stelle der vorhin erwähnten Distriktverwaltungsämter der drei bekannten Komitate: Temesch , Torontal und Karasch . Letzteres hatte seinen Sitz in Lugosch.


Die ersten Ansiedler von Deutsch-Lugosch , das 1717 am linken Temeschufer angelegt wurde, haben sich außer mit Acker- und Weinbau auch mit Gewerbe und Handel beschäftigt. Die Anzahl der Handwerker stieg rasch an, so dass sie sich zu Beginn des 19. Jahrhunderts in Zünfte organisierten. Der Handel kannte ein besonderes Aufleben seit 1776, als Deutsch-Lugosch das Privilegium erhielt vier Jahrmärkte abzuhalten. (Darüber siehe im Lugoscher Heimatblatt 5/1999, S. 91-93). Die Bevölkerungszahl von Deutsch-Lugosch betrug im Jahre 1767 schon 619 Seelen.


Bis 1793 hatte jeder der zwei Marktflecken Rumänisch- und Deutsch-Lugosch seine eigene Verwaltung. Durch die Vereinigung beider Ortschaften , gab es nur noch eine einzige Marktgemeinde.


Das Wappen der vereinigten Lugosch stammte von 1551. (Siehe Lugoscher Heimatblatt 2/1995, S. 40-46).


Außer der wirtschaftlich-sozialen Entwicklung nach 1849, kannte auch das kulturelle und gesellige Leben in Lugosch einen Aufschwung. Auf Anregung des Lehrers Konrad Paul Wusching wurde 1852 der Lugoscher Gesangverein gegründet. in demselben Jahr wurde in der Stadt an der Temesch die erste Buchdruckerei errichtet und ein Jahr später , 1853 die erste Zeitung "Lugoscher Anzeiger" herausgegeben. Das deutschsprachige Untergymnasium bestand dort von 1856 bis 1861.


Die röm.-kath. Kirche wurde 1733 erbaut und eine Pfarrei,die vom Minoriten - Orden Betreut wurde, besteht schon seit 1718 in Lugosch. Zur selben Zeit wurde auch eine konfessionelle Volksschule in der Stadt an der Temesch erwähnt. Ein Theatergebäude, in dem bis 1875 fast ausschließlich Stöcke in deutscher Sprache aufgeführt wurden, gab es seit 1835. Das heutige Theatergebäude wurde am 01 Dezember 1900 eingeweiht. Der Umbau aller innenräume unter Beibehaltung der schönen Neorenaissance - Fassade wurde 1971/72 vorgenommen.


Es folgte die Zeit in der 1889 Lugosch zur Stadt erhoben wurde und die deutsche Bevölkerung mit 6241 Seelen ihren Höchststand erreichte.


Der Erste Weltkrieg und dessen tragischer Ausgang sollte für das Banater Deutschtum eine Schicksalswende bedeuten. Es fand zu seinem Volkstum zurück und erlangte eine Geschichtliche Neuorientierung in dem neuen Vaterland - Rumänien.


In der Zwischenkriegszeit hat die Wirtschaft in der Stadt an der Temesch ihren höchsten Entwicklungsgrad erreicht. Es folgte der Zweite Weltkrieg un der Beginn des Leidenweges der deutschen Bevölkerung, der sich durch Verhaftungen, Deportation, Verfolgung, Enteignung und Diskriminierung kennzeichnete. Mit kleineren Unterbrechungen ging das so bis zur massenhaften Aussiedlung, die er erst nach den Ereignissen von 1989 einsetzte.


Heinrich Lay


Die Lugoscher deutsche Bevölkerung gemäß den Volkszählungen von:


1920

1930

1977

1992

2002

Deutsche

5983

6152

4731

2657

1293